GR10 Etappe 3: Ainhoa – Bidarray


„One of the great things about travel is, that you find out how many good, kind people there are.“ (Edith Wharton, US-amerikanische Schriftstellerin und Sozialkritikerin, 1862-1937)

Auch in dieser Etappe führt der Pyrenäenweg teilweise über asphaltierte Straßen. Die meisten Abschnitte der Etappe sind schattenlos, aber unterwegs finden sich ausreichend Möglichkeiten, Wasser nachzufüllen. Beim Abstieg vom Zelaiburuko Lepoa sind steile Abschnitte mit Stahlseilen gesichert, teilweise geht es über scharfkantigen Fels. Kurz vor dem Ende heißt es, die Augen aufzuhalten, da ein sehr schlecht markierter Abzweig lauert.

Strecke: 22,2 km, Aufstieg 1.005 Hm, Abstieg 980 Hm

Als ich am Morgen aufwache, fühle ich mich wie gerädert. Der schwere Rucksack ist schon auf ebenen Wegen recht anstrengend zu tragen. Aber bergauf und bergab auf rutschigen Pfaden, auf Pfaden, die vom Dauerregen vollgesogen und aufgeweicht sind und auf denen man auch auf Wurzeln und Steine achten muss, um nicht zu stolpern, ist es nochmal eine ganz eigene Nummer. Bergauf muss man gegen das Gewicht ankämpfen, während man auf matschigem Untergrund nach Halt sucht, um vorwärts zu kommen. Bergab muss man gegen das Schieben des Gewichts kämpfen, während man gleichzeitig versucht, nicht auszurutschen. Alle Muskeln in Beinen und Rumpf sind ständig angespannt, auch solche, die man meist sträflich vernachlässigt.

Das geht an mir nicht spurlos vorbei. Ich habe Muskelkater an Stellen, an denen ich mir bisher keiner Muskeln bewusst war. Mein Rücken und meine Schultern schmerzen. Stöhnend richte ich mich auf und setze mich auf die Bettkante. Der Schlafsaal ist leer, die anderen sind bereits fort. In der Gemeinschaftsküche setze ich Wasser für meinen Kaffee auf, gehe mir die Zähne putzen und das Gesicht waschen. Nach einem ausgiebigen Frühstück packe ich meinen Rucksack und werfe nochmal einen letzten Blick in die Räume, um nichts liegen zu lassen.

Als ich dann den Rucksack schultere, bilde ich mir ein, er würde Tag für Tag schwerer. André’s Worte echoen in meinem Kopf. Als ich beim Verlassen des Gîte-Grundstücks am Wärterhäuschen vorbeigehe, winkt mir der Besitzer freundlich zu und wünscht mir – was sonst? – „bon courage“. Das kann ich jetzt gut gebrauchen, denke ich und gehe Richtung Stadtmitte. Wenigstens hat es aufgehört zu regnen, von einem strahlend blauen Himmel lächelt die Sonne verheißungsvoll hinab.

Ballast reduzieren

Der GR10 führt gegenüber der Kirche in eine kleine Gasse, an deren Eck das Office de Tourisme von Ainhoa ist. Die Tür ist offen. Ich zögere kurz, dann gehe ich ich den kleinen Raum hinein. Eigentlich will ich nur Infomaterial über die Herbergen im Ort nachfragen. Aber als ich den Mund öffne, höre ich mich die freundliche Dame am Tresen fragen, ob Sie beim örtlichen Taxi nachfragen könne, ob sie meinen Rucksack nach Bidarray transportieren können. Sie ruft an und teilt mir mit, dass es möglich sei, aber erst gegen Mittag, da das Taxi gerade Kundenfahrten habe. Ich zögere, da ich nicht solange warten möchte, bis ich losgehe. Sie bietet mir an, den Rucksack im Büro zu verwahren, bis das Taxi ihn abholt, und reicht mir den Hörer.

Der Taxifahrer meint, ich müsse die Transportgebühr in bar hinterlegen und die Adresse der Herberge in Bidarray angeben, er würde den Rucksack dann mittags nach Bidarray fahren. Die Gebühr ist unverschämt hoch, aber meine Schmerzen sind stärker, ich willige ein. Die Dame gibt mir einen Umschlag, in den ich die Geldscheine vor ihren Augen lege und auf den ich die Kontaktdaten der Gîte in Bidarray sowie meinen Namen und meine Handynummer schreibe. Ich ziehe den Tagesrucksack aus dem großen Rucksack, packe die für eine Tageswanderung nötigen Dinge hinein, stelle den großen Rucksack in eine Ecke des Büros und klemme den Umschlag mit dem Geld ins obere Reisverschlussfach des Rucksacks. Ein bisschen unwohl ist mir schon dabei, denn im Rucksack ist neben Schlafsack, Zelt, Wechselkleidung, etc., auch mein Laptop drin, sowie Kartenkopien und meine Vorab-Notizen für die nächsten 52 Etappen. Aber ich riskiere es jetzt einfach.

Mit gemischten Gefühlen verabschiede ich mich von der freundlichen Dame, die mir selbstverständlich „bon courage“ wünscht. Als ich in die kleine Gasse hinaustrete, fühlt es sich mit dem deutlich leichteren Tagesrucksack zwar an wie im siebten Himmel. Mit den Wanderstöcken komme ich mir nun aber etwas albern vor. Egal, auf den noch nassen Pfaden werden sie hilfreich sein. Los geht’s.

Am Ortsrand von Ainhoa steht ein Brunnen mit eiskaltem Wasser, an dem ich meine Flasche nachfülle, obwohl ich erst ein paar Schluck daraus genommen habe. Dann schwenkt der Weg auch schon auf den geschotterten Kreuzweg. An mehreren Kreuzen und einer Madonnenfigur vorbei, die entlang des Wegs verteilt stehen, steige ich die Serpentinen zügig hoch bis zur kleinen Chapelle Notre-Dame de l’Aubépine (389m). Hier schwenkt der Weg nach links, wo 3 Kreuze bei der Kapelle stehen, und verlässt den Schotterweg, um auf einem Pfad weiter zu führen.

Schwarzwald am Atlantik

Von hier oben bietet sich ein grandioser Blick zurück auf Ainhoa, mit dem ikonischen La Rhune und dem Ibantelli im Hintergrund. Und soweit das Auge reicht, ziehen sich sanft rollende Hügel in unzähligen Schattierungen von grün durch die Landschaft und verlieren sich in der Ferne in blauen Horizonten. Dörfer mit weiß verputzten Häusern mit rotem Fachwerk wirken, als hätte ein Maler sie in die Hügel gesprenkelt, wie überall im Baskenland. „Das ist wie Schwarzwald am Atlantik“ entfährt es mir spontan und ich freue mich wie ein kleines Kind. Mit jedem Meter, den ich höher komme, steigt auch meine Laune. Das Wetter ist gut und es ist eine Wohltat, mit leichtem Rucksack zu wandern.

Panorama-Rückblick auf Ainhoa, dahinter der La Rhune (rechts, 905m) und der Ibantelli (links, 698m)
Panorama-Rückblick auf Ainhoa, dahinter der La Rhune (rechts, 905m) und der Ibantelli (links, 698m)

Ich frage mich, ob Yve und Paul schon unterwegs und vor mir sind, oder ob sie noch später losgelaufen sind als ich. Ich habe noch ein wenig Empfang, also schicke ich den beiden auf gut Glück eine Whatsapp und frage, wo sie sind. Als nach 5 Minuten noch keine Antwort da ist, schalte ich wieder auf Flugmodus, um den Akku zu schonen und laufe weiter.

Am Nordhang des Erebi (583m) komme ich an einem Trinkbrunnen vorbei und fülle nochmal frisches Wasser nach. Nach dem Col des Trois Croix (513m) umrunde ich den Atxulegi (617m) und gelange bald zum Abzweig zur Nothütte Cabane de Gainekoborda, die 100m abseits des GR10 steht. Ich mache einen Abstecher dorthin, notiere mir Zustand und Merkmale der Nothütte und setze meinen Weg fort. Nach dem Col de Zuharreteaco (566m) führt der Weg direkt zur Grenze und der Ferme et Gîte d’étape Esteben Borda (570m).

Lunch und Small Talk auf dem Bauernhof

Ich gehe durch das Hoftor und bin freudig überrascht, dass es auf dem Hof nicht nur eine Gîte, sondern auch ein Restaurant gibt. Da es schon Mittag vorbei ist, bestelle ich etwas zu essen und erkundige mich bei der Wirtin über die Herberge, um sie in meinen Wanderführer aufzunehmen. Mit den beiden älteren Herren – der Arbeitskleidung nach, offensichtlich örtliche Bauern – die ebenfalls Mittagspause machen, komme ich schnell ins Gespräch und sie laden mich auf ein Gläschen Wein ein. Nein, zwei wandernde Australier seien hier nicht vorbeigekommen, antworten sie auf meine Frage. Ich schalte mein Handy wieder auf Netzempfang und habe Glück. Nach einer Minute erhalte ich eine Nachricht von Yve und Paul. Sie sind relativ spät gestartet und sind etwa 2 Stunden hinter mir. Ich empfehle ihnen, im Bauernhof zu Mittag zu essen und schalte wieder in den Flugmodus.

Nach dem schmackhaften Lunch mache ich mich wieder auf den Weg. Nach dem Col des Veaux (540m) steigt der Weg wieder steil an und führt zum Col de Méhatché (716m), wo eine größere Gruppe von Erwachsenen und Kindern es sich mit Klapptischen und Klappstühlen auf der Wiese neben der Straße gemütlich gemacht haben und picknicken. Wir grüßen uns freundlich und ich lehne die nette Einladung zum Essen höflich ab, da ich ja eben erst gegessen habe.

Gemächlich steigt der Weg nun über Trampelpfade bis zum Sattel Zelaiburuko Lepoa (620m) ab, wo eine Hirtenhütte steht. Kurz vor der Hütte dreht der Weg scharf nach rechts und folgt einem schmalen Pfad steil bergab. Von hier aus öffnet sich ein formidabler Ausblick auf das Tal des Flusses Torrent Le Bastan und die Westflanken des Crête d’Iparla, der morgen auf dem Programm steht.

Blick vom Zelaiburuko Lepoa hinab ins Tal von Bidarray
Blick vom Zelaiburuko Lepoa hinab ins Tal von Bidarray

Der ausgetretene Pfad wandelt sich bald zu einem felsigen Abstieg, der sich steil durch Farne und Gestrüpp windet. Immer wieder sind hohe Tritthöhen zu überwinden, die Aufmerksamkeit und Trittsicherheit erfordern, oft besteht der Pfad aus scharfkantigem Gestein. Entlang der steilen Flanken sind einige Abschnitte mit Stahlseilen gesichert, an denen sich festzuhalten absolut nötig ist. Einigermaßen schwindelfrei sollte man hier schon sein, für mich zum Glück kein Problem.

Augen auf!

Unten taucht der GR10 in den Wald ein und stößt bald auf eine Landstraße, die sich den Hang hinab und dann am linken Ufer des Torrent Le Bastan entlang durch das Tal windet, den Fluss bald auf einer Brücke überquert und ihm dann weiter durch das Tal folgt. Nach mehreren, sehr sparsam markierten Kilometern mit leichtem Auf und Ab, nähere ich mich einer zweiten Brücke, die den Fluss wieder nach links überquert.

Unterwegs habe ich die Angewohnheit, mich regelmäßig per Karte und GPS zu vergewissern, wann ich ungefähr den nächsten Abzweig erwarten sollte. Daher weiß ich, dass der GR10, sowohl laut Landkarte als auch laut GPS-Track auf dem Handy, rechts des Flusses bleibt und noch vor dieser zweiten Brücke von der Straße abzweigen müsste. Von dem Moment an, als ich die Brücke sehen kann, also ca. 100m vorher, halte ich also Ausschau nach den üblichen, geknickten rot-weißen Markierungen, die Abzweige kennzeichnen. Aber weit und breit keine Markierung und auch kein Weg, der von der Straße abzweigt. Ich gehe bis zur Brücke, kann aber nichts finden.

Ich schaue nochmal Karte und GPS an, demnach muss ich bereits daran vorbei gegangen sein. Ich gehe also genervt nochmal 50m zurück und komme dann wieder ganz langsam die Straße bergab. Mit Argusaugen taste ich die Bäume und das Dickicht am rechten Straßenrand nach einer Markierung ab. Plötzlich entdecke ich an einer Stelle des Gebüschs eine etwa brusthohe, bei flüchtigem Vorbeigehen leicht zu übersehende, schmale Lücke.

Ich steige über den flachen Straßengraben und beuge mich etwas, um in die Lücke hineinblicken zu können. Und tatsächlich: fast vollständig vom Blätterdach der niedrigen Äste und vom wuchernden Unterholz verdeckt, verläuft ein Pfad den Hang hinauf. Nur gebeugt komme ich die ersten paar Meter vorwärts, bis ich endlich aufrecht stehen kann. Ab hier ist der Pfad deutlich zu sehen und entspricht auch dem Verlauf laut GPS. Wie es aussieht, haben die Gemeinde und die örtlichen Wandervereine es seit Langem versäumt, den Abzweig freizuschneiden, damit er erkennbar bleibt.

Dann kehre ich nochmal um, setze meinen Rucksack an der Lücke ab und gehe zur Brücke, um am Flussufer nach Steinen zu suchen. Ich habe Glück und finde einen etwa handballgroßen, unförmigen, weißen Stein, sowie mehrere kleine Steine und nehme sie mit hoch. Am Abzweig baue ich ein kleines Steinmännchen in den Straßengraben, so nah wie möglich an die Straße, damit Yve und Paul und auch andere Wanderer den Abzweig besser sehen können. Ich schalte mein Handy nochmal auf Netz, wähle Pauls Nummer und habe tatsächlich Glück, er hat auch Empfang. Ich erkläre ihm, worauf sie bei diesem Abzweig achten müssen und wünsche den beiden gutes Vorankommen.

Ein weiteres Mal krieche ich durch die Lücke und folge nun dem Pfad steil hoch in den Wald hinein. Nach ungefähr 50m knickt der Weg nach links ab und führt nun flach am Hang entlang. Kurz darauf verlässt der Weg den Wald und geht in eine kleine Straße über. An Wiesen, Feldern, Gärten und vereinzelten Häusern vorbei erreiche ich nach einem knappen Kilometer den Ortseingang von Bidarray (135m).

Die Kirche von Bidarray, Église Notre-Dame-de-l'Assomption
Die Kirche von Bidarray, Église Notre-Dame-de-l’Assomption

Schräg gegenüber vom Rathaus sehe ich das Restaurant Auberge Iparla und lasse mir dort Informationen und Kontaktdaten zum Restaurant geben. Dort erfahre ich auch, dass die in den IGN-Karten am Ortseingang gezeigte Gîte d’étape Aunamendy inzwischen geschlossen ist. Vorbei an einem Parkplatz und dem Fronton, der in fast keinem baskischen Dorf fehlt, komme ich dann zur Ortsmitte. Um einen großen Platz herum stehen ein paar Häuser, die Dorfkirche Église Notre-Dame-de-l’Assomption samt Friedhof, sowie das schmucke Hôtel-Restaurant Barberaenea.

Ich setze mich auf die angenehm schattige Terrasse des Hotels, bestelle mir ein Panaché (auf Deutsch Radler) und mache meine üblichen Erkundigungen über die Herberge. Während ich die wohltuende, eiskalte Erfrischung genüsslich trinke, frage ich Yve und Paul per Whatsapp nach ihrem ungefähren Standort, erhalte aber auch nach 10 Minuten keine Antwort. Ich zahle mein Getränk und beschließe, zum Abendessen zurückzukommen, da auf der Karte nicht nur leckere Hauptspeisen, sondern auch frische Salate angeboten werden. Nach 2 Tagen ohne frisches Gemüse darf ich mir das nicht entgehen lassen.

Weiter durch den Ort, vorbei am örtlichen Bar/Tabac-Laden und der Post, stehe ich 5 Minuten später vor der Gîte d’étape Aire Zabal, in der ich ein Bett reserviert habe. Die kleine, aber angenehme Gîte ist moderat belegt, es sind bereits ca. 10 Leute da. Laetitia, eine der beiden Wirtinnen, übergibt mir meinen großen Rucksack, der ja mittags per Taxi gebracht wurde, und mir fällt ein Stein vom Herzen, dass das geklappt hat. Sie weist mir dankenswerterweise ein Einzelzimmer zu, zeigt mir die Gemeinschaftsküche, die Waschküche, Duschen und WC, und gibt mir Detailinfos für mein Buch.

Auf meinem Handy geht eine Whatsapp-Nachricht von Yve und Paul ein. Sie sind gerade erst auf der Straße am Torrent Le Bastan angekommen, der Abstieg vom Zelaiburuko Lepoa ist ihnen sehr schwergefallen (Paul’s Knieprobleme). Das heißt, sie werden noch etwa 2 Stunden brauchen, schätze ich. Es ist inzwischen halb sieben am Abend. Ich rufe die beiden an und erkläre ihnen, dass sie einfach nur noch der Straße folgen sollen, bis sie zur zweiten Brücke kommen, und dann auf das Steinmännchen achten sollen, dass ich am Abzweig gebaut habe. Dann buche ich bei Laetitia das einzige Doppelzimmer der Gîte für die beiden, das glücklicherweise noch frei ist.

Freudiges Wiedersehen

Im Zimmer hänge ich Kamera und GPS-Akkus an die Steckdosen und ordne meinen großen Rucksack. Nach dem Duschen komme ich mit Dominique ins Gespräch, ein Wanderer aus der französischen Schweiz, der auch auf dem GR10 unterwegs ist. Er hat sein Zelt auf der Wiese vor der Gîte aufgestellt und will nun auch, wie ich, etwas zu Abend essen. Wir gehen plaudernd zur Ortsmitte und bestellen uns zuerst ein schönes, kaltes Bier und stoßen auf den Tag an. Ah, wie das jetzt zischt und schmeckt. Es ist ein warmer Sommerabend und die Sonne ist kurz davor, hinter den Bergen zu verschwinden. Beine und Rücken mussten heute, da ich nur mit dem Tagesrucksack gewandert bin, nicht leiden. Alles ist gut.

Eine Katze leistet uns beim Abendessen in Bidarray Gesellschaft
Eine Katze leistet uns beim Abendessen in Bidarray Gesellschaft

Wir essen, trinken und plaudern über Gott und die Welt, und geben einer neugierigen Katze ein paar Häppchen von unserem Essen ab. Als wir zur Gîte zurückschlendern wird es langsam dunkel. Ich mache mir Sorgen um meine australischen Freunde und rufe sie an. Sie sind noch auf der Straße entlang des Flusses unterwegs und noch nicht am Abzweig angekommen, aber ansonsten ok. Ich drücke die Daumen und wünsche gutes Vorwärtskommen.

Als die beiden gegen 22 Uhr endlich ankommen, ist es bereits stockdunkel. Sie haben ihre Stirnlampen auf und sind völlig erschöpft. Die Erleichterung, endlich angekommen zu sein, ist ihnen anzusehen, wir fallen uns gegenseitig in die Arme. Sie haben den Abzweig zwar gefunden, erzählen sie, haben sich dann aber im Wald verlaufen, weil sie im Kegel ihrer Stirnlampen nicht viel sehen konnten. Irgendwie haben sie dann doch noch die Straße nach dem Wald und den Weg bis Bidarray gefunden. Jetzt wollen sie nur noch heiß duschen und ins Bett. Ich zeige ihnen ihr Zimmer und wünsche gute Nacht.

Auch Dominique ist müde und verkriecht sich in sein Zelt vor der Gîte. Im Zimmer krame ich meinen Laptop raus, speichere die heutigen GPS-Aufzeichnungen und Fotos und schreibe meine Sprachnotizen auf. Dann übermannt auch mich die Müdigkeit, ich mache das Licht aus und lege mich ins Bett. In der Ferne höre ich Donnern und ergebe mich dem Schlaf der Gerechten.

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